Der Chorraum der Kirche

Der Blick des Besuchers wird zuerst auf den Altar aus rotem Sandstein mit dem spätgotischen, holzgeschnitzten Kruzifix gelenkt. Dieses Kruzifix stammt von einem namentlich nicht bekannten Bildschnitzer der Ulmer Schule und wurde um 1500 geschaffen.

 Chorraum

Der heutige Chor wurde im frühgotischen Baustil errichtet. Das Netzwerk des mit zwei Rippen verzierten Chorgewölbes endet in zwei Schlusssteinen mit Wappenschildern. Das erste zeigt ein Kreuz und weist auf das Patronat der Kirche “zum Heiligen Kreuz” hin, das zweite ist das Wappen des Erbauers Markgraf Bernhard von Baden. Die kunstvollen Formen des Maßwerks an den Chorfenstern sowie das um jene Zeit gebräuchliche Wappen geben die Entstehung 1420 an.

WappenBadisches Wappen

1976 wurden bei der letzten Innenrenovierung am Triumphbogen wertvolle Fresken aus dem Jahre 1425 freigelegt und später von Herrn Horst Leyndecker restauriert. Sie stellen das Gleichnis von den zehn Jungfrauen (Matthäus 25, 1-13) dar. Die fünf törichten auf der rechten Seite münden ein in Christus, die fünf klugen zur Linken in Maria mit dem Kind.

Torbogen mit Jungfrauen

Die Bilder an den fünf Chorfenstern zeigen Jesu Geburt, seine Taufe, die Auferstehung (Bild links), Jesus und Thomas im Kreise der übrigen Jünger und das Jüngste Gericht. Sie entstanden 1892, Auferstehung und Himmelfahrt des Herrn nach einer Vorlage von Albrecht Dürer, den übrigen Bildfenstern dienen andere alte Meister mit ihren Werken als Vorlagen.

 Fenster Auferstehung